Faszination Universum: 
Meine persönliche Entdeckungsreise

 🪐 Kindheit im Raumanzug: Die frühen Jahre

Im Jahr 1980, im Alter von acht Jahren, zog es mich – symbolisch in meinen imaginären Raumanzug gekleidet – zur renommierten Sternwarte in Hamburg-Bergedorf. Obwohl die Türen verschlossen blieben, ließ ich mich in meinem Entdeckergeist nicht beirren; gedanklich war ich den Sternen bereits ganz nah. 

Dieses prägende Erlebnis verankerte sich tief in meinem Bewusstsein. Schon während der Grundschulzeit war mein Geist unablässig mit den großen Rätseln des Kosmos beschäftigt. Mein Vater wurde zum ständigen Adressaten meines unstillbaren Wissensdurstes, während ich tief in mir bereits das leise Gefühl trug, die Welt mit anderen Augen zu sehen als die meisten in meinem Umfeld.

 

 

Mit dem Wechsel in die fünfte Klasse eröffnete sich mir eine neue Welt: Direkt neben meiner Schule befand sich eine Bücherhalle, deren umfangreiche Bibliothek mein persönliches Forschungsfeld wurde. Während der reguläre Schulunterricht mich oft nicht auszulasten vermochte, blieb ich im Klassenzimmer ein ruhiger, unauffälliger Schüler. Ich war ein klassischer Underachiever – ein Kind, dessen wahres Potenzial im Schulalltag unsichtbar blieb, weil sich meine Gedanken und meine Energie hinter einer Maske der Stille verbargen. Niemand ahnte, welche Welten ich in mir trug. Meine wahre Bestimmung fand ich abseits des Unterrichts im Leseraum. Umgeben von astronomischen Schriften, den Geheimnissen antiker Kulturen und mathematischen Rätseln, vertiefte ich mich stundenlang in die Literatur – geleitet von der reinen Freude am Verstehen.

 

In den Abendstunden verfasste ich in meinem Kinderzimmer meine ersten eigenen „Bücher“ in einfachen Schulheften – zu einer Zeit, als das Internet noch in weiter Ferne lag. Die skeptischen Stimmen meines Umfelds, die Astronomie sei für mich so unerreichbar wie der Versuch, Sterne zu fangen, hallen bis heute nach. Sätze wie „Das kannst du vergessen!“ oder „Das schaffst du sowieso nicht“ konnten mich jedoch nicht bremsen. Mein Blick blieb fest nach oben gerichtet. Damals ahnte ich noch nicht, dass aus diesen kindlichen Träumen eines Tages Realität werden würde und ich heute selbst wissenschaftlich in der Astronomie tätig bin. In meiner Vorstellung gab es schon damals nur einen Weg: den Blick hinaus in das Unbekannte, als Erforscher des Universums.

Die Reise beginnt: Rückkehr zu den Wurzeln

Im Jahr 2011 trat ich erstmals mit dem Verein Mensa in Deutschland e.V. in Kontakt. Dort bestärkte man mich darin, eine Mitgliedschaft anzustreben. Dieser Schritt öffnete mir durch den Austausch auf diversen Kommunikationskanälen völlig neue Perspektiven. Es war eine aufregende Zeit, in der sich mir neue Türen öffneten – ein Gefühl, das mich an das vertraute Leuchten der Sterne aus meiner Kindheit erinnerte.

 

Kurze Zeit später kehrte ich nach vielen Jahren an den Ort meines Kindheitstraums zurück und besuchte erneut die Hamburger Sternwarte. Hier knüpfte ich wertvolle Kontakte, die meine professionelle Entwicklung maßgeblich fördern sollten. Ich war wieder auf dem Weg zu meinen Wurzeln. Es war die Rückkehr zu dem, was ich tief in mir schon immer wollte: Die Beschäftigung mit dem Universum, in dem für mich das Endliche und das Unendliche schon immer eine unumstößliche Gewissheit waren.

Vom Zuhörer 
zum gefragten Redner

Erste Impulse setzten sich schnell in Taten um: 

Im Jahr 2011 erwarb ich meine ersten authentischen Meteoriten, was meine Begeisterung für die Kosmochemie entfachte. Besonders faszinierte mich es, das es älter als unsere Erde selbst ist – ein wahrer Zeitzeuge der Entstehung unseres Sonnensystems. 

Aus dieser ersten Faszination ist über die Jahre eine umfangreiche Sammlung gewachsen, die ich mittlerweile  in Ausstellungen der Öffentlichkeit gelegentlich präsentiere. 

 

Bereits im Jahr 2013 bot sich mir die unerwartete Gelegenheit, im Rahmen einer Veranstaltung an der Hamburger Sternwarte nicht nur als Zuhörer beizuwohnen, sondern spontan selbst als Redner aufzutreten – für viele Anwesende eine gelungene Überraschung. 

 

Seit 2015 engagierte ich mich außerdem als Vorstandsmitglied der Hamburger Sternwarte und durfte dort seither zahlreiche Fachvorträge halten. Mein privates Teleskop habe ich inzwischen aufgegeben. Dank eines Transponders besitze ich heute direkten Zugang zu den  Großteleskopen der Sternwarte.

Internationale Vorträge und eigene Akzente

Ab dem Jahr 2017 weitete ich meine Vortragstätigkeit weit über die Grenzen Norddeutschlands hinaus aus. Meine Reisen als Referent führten mich in die Schweiz, nach Österreich, Italien und Dänemark. Institutionen wie Universitäten, Planetarien, Sternwarten, Schulen und Fachvereine gewannen mich für ihre Veranstaltungen. 

 

Darüber hinaus pflege ich seit 2017 eine Verbindung zum Kontrollzentrum der ESA (ESOC) in Darmstadt und bin aktives Mitglied in mehreren wissenschaftlichen Vereinigungen und Museen.

 

Nach der Teilnahme an hochkarätigen Kongressen der Fachwelt reifte in mir der Entschluss, eigene Akzente zu setzen: Ich initiierte eine eigene Fachtagung sowie eine Reihe erfolgreicher wissenschaftlicher Veranstaltungen. 

Meine Erkenntnisse und meine Leidenschaft für die Astronomie und die Welt der Meteoriten habe ich zudem bis heute in vier umfangreichen Publikationen niedergeschrieben.

 

 

Ein kreatives Resümee

Wenn ich heute zurückblicke, gleicht mein Weg einer kreativen Reise.

All diese Abenteuer und Herausforderungen haben mir geholfen, meinen ganz persönlichen Platz in dieser großen Welt zu finden. Meine Kindheit war wie ein bunter Pinsel in der Hand eines Künstlers: Sie schenkte mir die schöpferische Kraft, meine eigene Leinwand zu gestalten – weit über das hinaus, was ich einst mit meinen kleinen, neugierigen Augen sehen konnte. 

Der Blick zum Boden:
Römische Archäologie 
und biblische Geschichte

Meine Begeisterung für die Wissenschaft endet nicht am Nachthimmel. 

Als faszinierender Gegenpol und ideale Ergänzung zur Astronomie widme ich mich – tief verwurzelt in meinem seit der Kindheit bestehenden Interesse an der Bibel – intensiv der römischen Archäologie des 1. und 2. Jahrhunderts. Bei der aktiven Begleitung von Ausgrabungen sowie der Analyse internationaler Entdeckungen begeistert mich vor allem, wie archäologische Funde immer wieder neue Erkenntnisse liefern. 

Sie machen den historischen Hintergrund der biblischen Berichte lebendig und untermauern diese auf eindrucksvolle Weise. Es erfüllt mich jedes Mal mit tiefer Ehrfurcht, ein römisches Artefakt aus dem 1. Jahrhundert in den Händen zu halten – in diesem Moment wird Geschichte greifbar, und die Jahrtausende scheinen für einen Augenblick zu verblassen.

Mein fundiertes Wissen über die Bestimmung und Bedeutung dieser antiken römischen Artefakte habe ich bereits in einem eigenen Fachbuch zusammengefasst – und weitere Publikationen werden sicherlich folgen.

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